Gewohnheiten ändern

Die lieben, hartnäckigen Gewohnheiten.

Verfluchst du dich dafür, dass du oft wieder in denselben Trott fällst? Immer wieder das Gleiche machst, obwohl du dir fest vorgenommen hast, dich zu ändern? Ärgerst dich darüber doch wieder mal X gemacht zu haben?

Hey, lass das Ärgern los. Du hast da eine super Fertigkeit… Deine Gewohnheit.

Das Gute: Du kannst dir das zunutze machen. Hör auf dich zu ärgern, fang an das Gewohnheitstier in dir zu nutzen.

Wissenschaftler haben herausgefunden, ein neues Verhalten braucht ca. 30 Tage bis es sich zu einer Gewohnheit etabliert hat. Nur 30 Tage. Einen Monat.

Also wenn du dich verändern willst, mach es groß und laut, häng dir Erinnerungszettelchen hin, lass dein Smartphone dich immer wieder an X (das was du verändern willst) erinnern und dann halte einfach 30 Tage durch.

Heute bewusst z.B. die Treppe nehmen

Morgen auch noch….

Und die nächsten Tage.

Auf einmal merkst du: Du hast gar nicht drüber nachgedacht zwischen Treppe und Fahrstuhl zu entscheiden, du hast einfach die Treppe genommen. Bumm. Eine Gewohnheit ist entstanden.

30 Tage. Und du wirst sehen, auf einmal nimmst du automatisch eher Treppen, statt Fahrstühle.

Doch Achtung. Es handelt sich noch um ein zartes Gewohnheitspflänzchen. Stell dir einfach folgendes vor:

In den ersten 30 Tagen setzt du den Samen in die Erde und gießt regelmäßig. Dann kommt in den ersten Tagen recht schnell ein kleines Pflänzchen aus der Erde. Wenn du jetzt in den „Ach, was solls“ Modus umschaltest, kannst du das kleine Ding ganz schnell wieder rausreissen, kein Problem, denn die Wurzeln sind noch ganz kurz.

Bleibst du dabei, hat sich dein Verhalten zu einer Gewohnheit automatisiert, so wie Zähneputzen oder Autofahren, nur halt noch nicht so stark etabliert. Im Laufe der Zeit wird aus dem kleinen Pflänzchen, eine Pflanze und später ein Baum. Wenn du dann versuchst ihn rauszuziehen, klappt das nicht.

Daher sind unliebsame Gewohnheiten ja auch so hartnäckig. Sie sind halt feste Bäume mit dicken Wurzeln. Doch du kannst mittels z.B. Selbsthypnose oder Hypnose entweder diese Wurzeln lösen, oder du pflanzt halt eine Pflanze, die stärker und schneller wächst, als der Baum. So wird dann irgendwann der Baum durch einen anderen verdrängt. Funktioniert in der Natur, funktioniert in deinem Kopf.

Dünger, der dein neues Gewohnheitspflänzchen zum schnellen Wachstum bringt:

  • Erfolge aufschreiben
  • drüber reden
  • erfolgreiche Suggestionen
  • Selbsthypnosen
  • förderliche Hypnose Mp3a
  • schreibe dir Zettel (gut sichtbar)
  • Trockenübungen (Beispiel: Deine Reaktion war es bislang, wenn der Wecker klingelt auf Snooze zu stellen und dich umzudrehen? Lege dich hin, stell den Wecker so, dass er 2 Minuten später klingelt, entspanne dich und stell dir vor, es wäre morgens und du würdest schlafen. Wenn der Wecker klingelt, öffnest du sofort deine Augen, streckst dich, stehst auf. Und das machst du ein paar mal hintereinander und hab Spaß dabei 😉 Dein Gehirn lernt: Hey, neues Verhalten: Wenn Wecker klingelt – aufstehen.

    Fallen dir noch andere Trockenübungen ein, die sinnvoll sind? Oder andere „Düngemittelchen“ ? Ich freue mich auf deine Kommentare/Fragen/Anregungen/Rückmeldungen.

Autor: Sonja Lang

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie und habe eine Praxis in Essen-Bredeney. Meistens arbeite ich mit Hypnose und die Themenschwerpunkte in meiner Praxis sind Angst und Panikstörungen, Schlafstörungen und Veränderungen. Meine Praxis ist eine reine Terminpraxis und Sie erreichen mich einfach unter: 0157/85105112. Rufen Sie mich doch einfach bei Fragen oder Terminwunsch unverbindlich gleich an!